Sortie Romande

12. Juni 2026- 14. Juni 2026
Reisebericht: Sortie romande 2026 vom 12.-14. Juni 2026 (3 Tage)

1. Tag: Von Grenchen nach Malbuisson (12. Juni 2026)

Startpunkt: Flughafen Grenchen; Teilnehmerzahl: 19 Personen; Tagesdistanz: 310 km.
Der offizielle Startschuss für unsere Sortie romande fiel am Freitagmorgen um 8:30 Uhr am Flughafen Grenchen. Für einen Teil der Gruppe hatte das Abenteuer jedoch schon am Vorabend begonnen: Neun Teilnehmer waren bereits am Donnerstag angereist und stimmten sich bei einem gemütlichen Abendessen und bester Stimmung auf die kommenden Tage ein.

Das Wetter zeigte sich am Freitagmorgen zwar unbeständig, aber die Prognosen versprachen, dass wir trocken durchkommen würden. Dies bewahrheitete sich fast durchgehend – lediglich beim Passieren von Saignelégier verirrten sich ein paar vereinzelte Regentropfen auf die Helmvisiere.

Unser Tagesprogramm sah eine Strecke von 310 Kilometern bis zu unserem Etappenziel in Malbuisson vor. Erster Zwischenstopp für Kaffee mit Gipfeli in Belleherbe für eine erste Stärkung. Von dort aus ging es weiter nach Ornans über traumhaft kurvige Nebenstrassen, die praktisch verkehrsfrei waren – ein absoluter Genuss für alle Fahrer. In Ornans, gelegen im idyllischen Tal der Loue, legten wir den wohlverdienten Mittagsstopp ein.

Am Nachmittag setzten wir die Fahrt problemlos fort und legten die verbleibenden 150 Kilometer bis nach Malbuisson zurück. Nach der Ankunft im Hotel schätzten alle Teilnehmer die erfrischende Dusche, gefolgt von einem grossen, kühlen Bier auf der Hotel-Terrasse, bevor wir den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklingen liessen.

2. Tag: Die Jura-Schleife (13. Juni 2026)

Start & Ziel: Malbuisson (Rundtour); Abfahrt: 8:45 Uhr; Tagesdistanz: 275 km; Wetter: Herrlich schön und heiss
Für den zweiten Tag stand eine abwechslungsreiche Schleife von 275 Kilometern auf dem Programm, die uns am Abend wieder zurück nach Malbuisson führen sollte. Pünktlich um 8:45 Uhr starteten wir in Richtung Westen nach Mouthe, um anschliessend ins Vallée de Joux einzubiegen. Über den wunderschönen Col du Marchairuz ging es weiter nach Saint-Cergue, wo wir uns eine wohlverdiente Pause mit Kaffee und Gipfeli gönnten.

Auf diesem Abschnitt wurde vielen Teilnehmern der extreme Verkehrsuntershied zwischen den beiden Ländern bewusst: Während die Strecke vom Marchairuz nach Saint-Cergue stark überlastet und für uns Motorradfahrer eher unattraktiv war, änderte sich das Bild schlagartig, als wir über La Cure wieder nach Frankreich zurückkehrten. Ab Les Rousses genossen wir wieder fantastische Verkehrsbedingungen und freie Fahrt.

Über Saint-Claude erreichten wir schliesslich den Pont-de-la-Pyle für das Mittagessen. Im Restaurant Le Balcon genossen wir auf der herrlichen Terrasse mit Blick auf den Lac de Vouglans ein ausgezeichnetes Mittagessen.

Der Nachmittag war der Rückfahrt zu unserem Hotel in Malbuisson gewidmet. Die Sommerhitze hatte bis zur Ankunft zwar Spuren der Müdigkeit hinterlassen, aber das bewährte Erfolgsrezept half sofort: Nach einer erfrischenden Dusche und einem kühlen Bier auf der Hotelterrasse war die Lebensgeister in der grossartigen, freundschaftlichen Runde schnell wieder geweckt. Bestens gelaunt starteten wir alle gemeinsam in den Abend, an dem uns ein exzellentes Abendessen serviert wurde.

3. Tag: Die Rückreise in die Schweiz (14. Juni 2026)

Start: Malbuisson; Ziel: Erlach (CH), Restaurant Du Port; Tagesdistanz: 210 km; Wetter: Trocken, sonnig und sehr heiss
Am Sonntag starteten wir in unsere dritte und letzte Etappe, die uns nach einer Strecke von 210 Kilometern zurück in die Schweiz führen sollte. Das Programm für diesen Tag war bewusst etwas lockerer gestaltet, da für alle Teilnehmer nach dem gemeinsamen Mittagessen noch die individuelle Heimreise anstand.

Als wir jedoch am Sonntagmorgen die Töff aus der Garage holten, mussten wir leider feststellen, dass sich eine kleine, lose Inbusschraube in den Hinterreifen eines Töff gebohrt hatte und der Reifen platt war. Doch nicht lang gefackelt: Die handwerklich Geschicktesten der Truppe machten sich sofort an die Arbeit, und nach nur 15 Minuten war alles wieder in Ordnung.

Ein letztes Mal kamen wir in den Genuss der französischen Strassen: Traumhaft kurvig und praktisch komplett verkehrsfrei, schlug das Motorradfahrer-Herz hier noch einmal höher. Unsere Route führte uns von Malbuisson aus zurück in das Tal der Loue nach Lods und weiter bis nach Gigot. Im dortigen Hôtel de Gigot legten wir den obligatorischen Stopp für Kaffee und Gipfeli ein. Anschliessend ging es über den Pont-Neuf und die wunderschöne Steigung von Maîche (Côte de Maîche) in Richtung Schweizer Grenze mit direktem Kurs auf Erlach. Im Restaurant Du Port in Erlach genossen wir auf der Terrasse den traditionellen Roastbeef-Teller, krönender Abschluss, bei bestem Sommerwetter.

Obwohl die Hitze und die vielen Kilometer allen am Ende etwas in den Knochen steckten, war die Begeisterung riesig. Das Fazit dieser drei fantastischen Tage fiel durchwegs positiv aus, und das Versprechen für das nächste Jahr steht bereits: Wir kommen wieder.

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